Zoo-AG

Anmerkungen

Exkursionsbericht Serengetipark Hodenhagen

Juni 1996 als Zweitagesexkursion auch zum Vogelpark Walsrode

Mit elf Teilnehmern war dies die zahlenmäßig größte Exkursion, was angesichts der Dauer von zwei Tagen und der Übernahtung auf einem Camingplatz um so erstaunlicher ist.

Bei der Ankunft im Serengetipark Hodenhagen wurden wir damit überrascht, daß für uns einer der großen Safaribusse bereitstand, mit dem wir auf eine sehr interessane und ausführliche Tour durch den Sarfaripark-Teil mitgenommen wurden. Besonders beeindruckend war dabei die direkte Begegnung mit zahlreichen Wildtieren, die neugierig den Kopf (oder auch mehr) durch die geöffneten Türen steckten.

Die Tierhaltung im Safaribereich hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert; sowohl die früher sehr einfache Unterbringung in den Winterställen wie auch die Gestaltung der Gehege. Die ohnehin fast völlig zerstörten Kiefern-Monokulturen, die einst den Park prägten, sind weitgehend verschwunden, neue Hügel, Pflanzungen und andere Sichtschutze ermöglichen nun auch die Haltung sehr großer Herden mit teilweise mehreren Männchen. Teilnahme an zahlreichen Zucht- und Artenschutzprogrammen zeigt, daß nun auch die wissenschaftliche Arbeit in den ihr gebührenden Rang gehoben wurde.

Ein eher gemischtes Bild bot uns hingegen der “Affenland” genannte Parkteil, den wir anschließend auf eigenee Faust erkundeten. Die zumeist häßlich-grauen Käfige, oft zu klein für die Haltung größerer Gruppen, zeichnen sich eigentlich nur dadurch aus, daß alle erdenklichen geometrischen Formen durchprobiert wurden. Wenig überzeugend auch der "Affentunnel", der dem Besucher das Gefühl geben soll, im Gehege zu sein, aber dieses Ziel vollkommen verfehlt, denn im unfreundlich wirkenden Gittergang sieht man zumeist nur auf hoch umzäunte und mit mächtigen Blechrändern umgebene Grasflächen, auf denen zudem kaum Klettermöglichkeiten geboten werden können, um ein Entweichen über die Gitter zu verhindern. Wenig überzeugend war auch das Terrarium mit zahlreichen einfachen, engen Becken.

Hodenhagen-NashornImBus-6-96
Hodenhagen-HirschImBus-6-96
affentunnel

Der Freizeitpark-Bereich ist stark ausgebaut worden, zur Freude zahlreicher Teilnehmer, die es sich nicht nehmn ließen, auch alle Fahrgeschäfte gründlich zu testen (natürlich nur aus wissenschaftlichem Interesse am touristischen Potential solcher Geräte für Freizeiteinrichtungen...!). Das ursprünglich als Wassertier-Bereich geplante Wasserland wurde in den Freizeitbereich einbezogen; lediglich die bereits eingezogenen Seehunde schwimmen etwas verloren zwischen den Fahrgeschäften herum.

Das Safaripark-Konzpt hat sich zumindest in Mitteleuropa überholt; die wenigen `überlebenden´ Parks sind entweder verwahrlost oder entwickeln sich in neue Richtungen. In Hodenhagen scheint  der Spagat zwischen publikumsträchtigem Freizeitpark und zoologisch-wissenschaftlich anspruchsvollem Freiland-Zoo zu gelingen; ein Grund mehr, auch in den kommenden Jahren wieder Exkursionen dorthin zu organisieren.

Ein herzlicher Dank an die Leitung des Serengetiparks!

(c) Text und Fotos Dirk Petzold


Diese Seite wurde erstellt am 15.3.1997 und ergänzt 12.1999 von: Dirk Petzold - Zoo-AG Homepage logoeule