Zoo-AG

Dieser Bericht stammt von Marco Smeets, der ihn uns freundlicherweise zur Verfügung stellte.

Zoo-Bericht

Wildpark Reuschenberg Leverkusen

Eingangstor

Der Wildpark wurde 1975 als Haustierpark gegründet, heute werden jedoch zum Großteil europäische Wildtiere gehalten. Er wird, abgesehen von einem Förderverein, vollständig von der Stadt Leverkusen unterhalten. Der Eintritt ist frei, in Tagen klammer Stadtsäckel keine Selbstverständlichkeit.

Auf knapp 6 Hektar (Wald-)Fläche werden ca. 260 Tiere aus knapp 60 Arten gezeigt. Dabei lässt sich der Park grob in drei Teile einteilen:

Im oberen (ältesten) Teil stehen einige Volieren für heimische Singvögel. Unter anderem ist hier die (laut Beschilderung) einzige Zuchtgruppe weißer Sperlinge in Deutschland zu sehen.

Eingangstor

Fischotteranlage

Fischotteranlage

Wildkatzengehege

Wildkatzenanlage

Oberer Parkteil

Oberer Parkteil

Unterer Parkteil

Unterer Parkteil

Kranich

Hinzu kommt die ebenfalls alte (also im Jahr 1975 gebaute) Anlage für Fischotter (Teilnahme am EEP). Dieses Alter sieht man ihr jedoch kaum an: Hinter dem geräumigen Wasserbecken befindet sich ein ebenso großer Landteil, der für Besucher durch eine elegante Natursteinmauer, Erdwälle und reichliche Bepflanzung nur zu geringen Teilen einzusehen ist. Die Ruhe wird durch die Tiere honoriert: Ein 1986 (!) im Wildpark geborenes Weibchen hat hier bis heute 36 (!) Jungtiere zur Welt gebracht. Für die Eisfüchse wurden drei kleinere Gehege zusammengefasst, sodass ihnen heute einigermaßen ausreichender Raum zur Verfügung steht. Hier gilt es jedoch zu bedenken, dass man den von Geburt (in Duisburg) an blinden Tieren mit einer noch größeren Anlage möglicherweise keinen Gefallen täte.

Des Weiteren leben in zwei Gehegen Europäische Wildkatzen. Auch hier werden seit Jahren Zuchterfolge erzielt.

Die wohl spektakulärste Tierart ist der Nordluchs. In drei großen, miteinander in Verbindung stehenden Käfigen wird eine größere Anzahl gehalten. Auch hier ist Nachwuchs die Regel. Die Käfige sind angemessen ausgestattet (Höhlen, Klettermöglichkeiten, Liegeplätze), der hintere Käfig ist zudem vor Besucherblicken abgeschottet.

Neu im oberen Parkteil: die weiträumige Anlage für Mufflons.

Der untere Parkteil besteht aus den Gehegen für Damhirsche, Vögel (Wassergeflügel, Kraniche, Weiß- & Schwarzstörche) und einigen Haustieren (Ponys, Heidschnucken, Zwergziegen). Außerdem steht hier eine Reihe neuerer Volieren für Greifvögel (Bussard, Habicht, Rotmilan), Eulen (Uhu, Waldohreule, Waldkauz, Schleiereule), Wasservögel (Reiher, Möwen, Kormoran) u.a. Als Rückwand für alle diese Volieren dient die Lärmschutzwand der angrenzenden Bahnlinie. Die Tiere lassen sich jedoch auch von vorbeifahrenden Schnellzügen nicht beunruhigen. Die gesamte Anlage wurde Anfang der 90er erbaut und erscheint durchgehend modern und tiergerecht eingerichtet. Dabei scheute man keinerlei Mühe: So leben die Eulen in einem schönen Arrangement aus auf alt getrimmter Scheune und Brunnen. Die Tiere, die früher mit weit über 10 Individuen in einer der kleinen Volieren des oberen Parkteils lebten, sind hier weitaus besser untergebracht.

In Bau befindet sich zurzeit eine Anlage für Stachelschweine. Die Arbeiten sind schon recht weit fortgeschritten, sodass möglicherweise schon bald mit einer attraktiven neuen Tierart gerechnet werden darf.

Schließlich umfasst der Park noch ein größeres Waldstück, das von zwei Wegen naturlehrpfadartig durchzogen wird. Hier finden sich ein Bienenhaus, zahlreiche Vogelnisthilfen mit ausführlichen Informationen und weitere Infoschilder.

Eur. Kranich

Wasservogelvoliere

Stachelschwein-Baustelle

Wasservögel
Stachelschweine

Fazit: Der Leverkusener Tierpark ist eine liebevoll gestaltete Anlage, sodass sich ein Besuch durchaus lohnt!!

www.wildpark-lev.de

Erstellt am 13.4.2003


Anmerkung: Die Zoo-AG besuchte den Wildpark Reuschenberg Ende 2001 und wurde dabei von Herrn Kretschmar sehr nett und ausführlich herumgeführt. Unsere versprochene “Gegenleistung”, den Exkursionsbericht, gibt es leider bis heute nicht. Wir entschuldigen uns und hoffen, mit der Veröffentlichung dieses Berichts wenigstens einen kleinen Ausgleich schaffen zu können.


© 2003 Fotos & Text: Marco Smeets - zur  Zoo-AG Homepage logoeule