Zoo-AG

Exkursions-Bericht

Zoo Krefeld
16.  Januar 2010

Trotz der Wetterlage und der ausflugswidrigen Witterung machten wir uns am 16.01. zum Seminarende auf den Weg nach Krefeld.  Nach einer Einführung von Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen machten sich die Studentengruppen auf, die Tropenhäuser zu besichtigen und nach einem Vorlagebogen zu bewerten. Die Dächer des Regenwaldhauses, des Affen-Tropenhauses und des Vogelhauses wurden nach einem schweren Hagelschaden komplett erneuert.  Zusätzlich zu den nun wieder für die Besucher freigegebenen Häuser sollen Anbauten folgen. Am Regenwaldhaus ein Schmetterlingsgarten, am Affen-Tropenhaus eine Freianlage für eine junge Gorillazuchtgruppe.


 

Sichtbare Neuerungen waren bei den seltenen Jaguarundis, den Schneeleoparden und den Elefanten zu sehen.  Während bei den Kleinkatzen nur das Gehege optisch sehr aufgewertet wurde, wurden bei den Schneeleoparden ungenutzte Boxenbereiche abgerissen und in das Gehege integriert. Zusätzlich wurden mehrere Anlagen zusammengelegt und eine große Sichtscheibe eingebaut. Zwar kann diese Anlage weiterhin nicht mit den hervorragenden Gehegen für die anderen Großkatzen mithalten, ist aber auch so schon eine ziemliche Verbesserung.

Bei den Elefanten wurde ein Tier abgegeben, so dass nur noch zwei alte Kühe das Haus bewohnen. Hier wurden Schaukelseile eingebracht und der Graben innen verfüllt. So müssen die Tiere nachts nicht mehr an Ketten stehen. Desweiteren wurden die Außentüren durch zwei mächtige Hydraulikschieber ersetzt und weitere Maßnahmen ergriffen um die Tiere im geschützten Kontakt zu halten. Trotz dieser Umbauten bleibt die Krefelder Elefantenhaltung indiskutabel, da die Anlage nicht den Bedürfnissen der Tiere nachkommt und ohne weitreichende, kostspielige Umbauten auch so nicht für eine moderne Elefantenhaltung geeignet ist. Deswegen, und weil die Nachbarn der Elefanten, die Spitzmaulnashörner mehr Platz für ihre Haltung und Zucht brauchen, sollte man auf längere Sicht komplett auf die Elefantenhaltung verzichten. Dortmund und Gelsenkirchen zeigen hierbei sehr gut, dass man auch ohne diese "Dickhäuter" Besucher locken kann, daher wird auch Krefeld diesen Trend fortsetzen können. So löst die Elefantenhaltung bei den Besuchern aber vor allem Mitleid aus, etwas, was ein Zoo nicht vermitteln sollte.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und anschließender Fragerunde führte uns Dr. Dreßen durch den Park, wobei gerade die Haltung der bedrohten Goodfellow-Baumkängurus in ihrem neuen Gehege und das Vogelhaus mit seinen richtungsweisenden Volieren mit Harfengitter näher betrachtet wurden. Auch das neu errichtete Forscherhaus konnten wir besuchen, wo neben einigen Tieren viele interessante Exponate zu finden sind.

Alles in allem ein gelungener Abschluss für die Seminarteilnehmer des Zoo-AG-Seminars und ein sehr angenehmer Winterbesuch im Zoo Krefeld.



Die Darstellungen und Meinungen im Bericht auf dieser Seite geben nicht zwingend die aller Mitglieder der Zoo-AG Bielefeld wieder.

Erstellt 2.2010 / Text: Sven Peter, Fotos: Sven Peter & Eva Laura von der Heyde - zur  Zoo-AG Homepage logoeule