Zoo-AG

Anmerkungen

Exkursionsberichte zur ZooKunft 2001
17. Februar 2001

 Tierpark Bochum

... können wir kurz machen: für die Teilnehmer der ZooKunft-Tagung gab es Führungen auch hinter die Kulissen. Da wir erst im Vorjahr im Tierpark Bochum waren, gab es nicht sehr viel Neues zu sehen: Das Korallenriff bei den Haien wächst langsam, und die Pinguine sind zu den Seehunden umgezogen.

Anschließend machen wir uns auf die Suche nach einem Vogelpark in Bochum-Wattenscheid. Und wurden im Stadtpark fündig: eine Ansammlung von einfachen Sittich- und Fasanenvolieren, aber auch neue Eulenvolieren und eine per Gittergang durchquerbare Watvogel-Anlage, alles frei zugänglich. Weiter ging es zum

Ruhrzoo Gelsenkirchen

Baustelle Löwen- und Hyänenanlage
Tiger im alten Raubtierhaus
Alte Bärenanlage (z.Zt. Hyänen)

Der Zoo Gelsenkirchen im Internet:
www.ruhrzoo.de (alter Zoo)
www.zoom-erlebniswelt.de (Planung ZOOM)

Zuvor ging unsere Tour zur ZooKunft-Tagung 2001 und zum Wildpark Warstein

Nachtrag: Zoo-AG-Exkursion 2005

Wir waren bereits 1996 auf einer Exkursion im Ruhrzoo Gelsenkirchen. Im alten Exkursionsbericht findet sich auch einiges über den Hintergrund zum Ruhrzoo und seinem jetzigen Status, so daß ich das hier nicht zu wiederholen brauche.
Mittlerweile ist es beschlossene Sache, daß der Zoo nach
Hannover und Leipzig der dritte in Deutschland wird, der mit riesigem Finanzaufwand zu einem Freizeit-Erlebnis- Zoo umgebaut wird: Für 160 Millionen DM in den nächsten 10 Jahren. Das ganze braucht dann natürlich auch einen neuen Namen: ZOOM. Geschmackssache - wird von allen stets englisch ausgesprochen, erinnert an ein Teleobjektiv (und damit an weit entfernte Tiere).
Start war Januar 2001 - bislang ist nur eine Baustelle an der Afrika-Anlage zu sehen (die als einzige im Zoo die Bauwut in Teilen überleben wird), wo als erstes Projekt eine Löwen- und Hyänenanlage entsteht.
Löwen: irgendwie scheinen Löwenanlagen “in” zu sein, überall entstehen welche (Schwerin, Ueckermünde, Eberswalde, Leipzig, ...). “Leider” sind Löwen nicht bedroht - es wäre doch besser, den Platz für seltene Tierarten zur Verfügung zu stellen, für die in den Zoos der Platz knapp wird: Sibirertiger, Amurleoparden usw. Tiger leben ja ohnehin schon im alten Raubtierhaus und bräuchten ebenso sehr eine neue Bleibe.
Hyänen: zwar sind auch Hyänen nicht besonders bedroht, aber sie werden langsam in den Zoos so selten, daß bereits ein Zuchtbuch eingerichtet wird, um sie den Zoos zu erhalten. Daher freue ich mich einerseits, wenn Zoos Hyänen halten wollen - aber mußte man eine neue Tierart anschaffen, wo so viele hier schon vorhandene noch unzulänglich untergebracht sind?
Immerhin, die Hyänen sind bereits angekommen und bewohnen die verwaiste Bärenburg - eine abschreckende Zwingeranlage mit spitzen Metall- Absperrungen, die aus zoo-historischen Gründen eigentlich erhaltenbleiben sollte (ohne Tiere, natürlich).

Noch ist ein Besuch in Gelsenkirchen eher eine deprimierende Angelegenheit. Zwergeisbärin “Antonia” am Eingang auf ihrer Betonplatte, der letzte Elefant im maroden Elefantenhaus, die Schimpansen, deren cholerische Ausbrüche die alten Käfige so erschüttern, daß man nur hoffen kann, daß sie bis zum Neubau noch halten.
Aber von nun an könnte ein Besuch der Zoo-AG jedes Jahr auf dem Programm stehen, um die Umbauphase mitzuverfolgen.

Erstellt am 28.5.2001Dirk Petzold


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